Journalismus ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Alltags. Der Journalismus beeinflusst jedes Leben jeden Tag aufs Neue. Viele Menschen nehmen den Einfluss des Journalismus schon gar nicht mehr wahr, weil es so normal geworden ist jeden Tag die neuesten Nachrichten zu lesen oder zu hören. Es gibt beim täglichen Journalismus aber auch gewaltige Unterschiede. Die breite Masse spricht am ehesten der klassische Boulevard Journalismus an.
Journalismus für das Volk
Der Boulevard-Journalismus ist der klassische und einfache Journalismus, der die Interessen der breiten Mehrheit anspricht. Bei dieser Form des Journalismus werden einfache Sprache und klare Aussagen gebraucht. Die Aussagen der Meldungen richten sich stark nach der Meinung der Masse. Der Boulevard Journalismus ist sehr an der allgemeinen Meinung der Gesellschaft orientiert. Umgangssprachlich wird der Boulevard Journalismus auch als Klatschpresse oder Regenbogenpresse bezeichnet. Im Bereich der Print Medien handelt es sich um einschlägige Zeitungen und Zeitschriften, die besonders durch emotionale Berichterstattung auffallen. Diese Zeitungen verwenden in der Regel Farbbilder und haben einfache und verkürzte Überschriften. Die Artikel sind in einer sehr einfachen Sprache geschrieben und oft sehr von der Meinung des Autors beeinflusst. Die Artikel sind immer ergänzt durch große und aussagekräftige Bilder, die den Leser beeinflussen sollen. Solche Zeitungen und Zeitschriften vertreten ganz klar eine Meinung und wollen vor allem ihre Leser unterhalten. Es werden in der Regel nur Themen von allgemeiner Beliebtheit gewählt, um die Auflage zu steigern.
Boulevard Journalismus in den modernen Medien
Ähnlich wie in den Print Medien erkennt man auch in den modernen Medien den Boulevard Journalismus sofort. Vor allem im Fernsehen werden die Unterschiede zum seriösen Journalismus schnell deutlich. Boulevard Magazine im Fernsehen sind nicht besonders daran interessiert, Ihren Zuschauern möglichst viel Inhalt oder Wissen zu vermitteln. Im Boulevard Fernsehen geht es vielmehr um Unterhaltung und um Spannung. Man möchte den Zuschauer an den Bildschirm fesseln und auch das Interesse der ungebildeten Bevölkerungs-Schichten gewinnen. Das wird im Fernsehen erzielt durch Sendungen, die sich auf die Berichterstattung von Unfällen, Katastrophen oder Verbrechen spezialisieren. Eine Sensation jagt im Fernsehen die nächste, in der Hoffnung auf Einschaltquoten und damit Gewinn. Informationen werden im Boulevard Journalismus nur stark gefiltert weiter gegeben.
Gesteuerte Informationen
Der Zuschauer bekommt nur die Informationen, die der Sender ihm auch geben will. damit hat der Sender die Macht der Information jeden gewünschten Beigeschmack zu geben. Oft sind solche Berichterstattungen relativ frei von sinnvollem Inhalt und tragen nur die Unterhaltung bei. Solche Sendungen werden in der Wissenschaft als Infotainment bezeichnet. Eine extreme Form des Infotainment ist das in den letzten Jahren sehr beliebt gewordene Reality TV. Bei diesem Format kann der Zuschauer den Alltag anderer Menschen live beobachten. Sehr beliebt sind in diesem Bereich Polizeireportagen oder Serien über Gerichte und Richter. Der Zuschauer kann sich so eine Meinung über den jeweiligen Berufsstand bieten und die Ereignisse sorgen in der Regel für große Diskussionen. Diese werden dann in den großen Boulevard Zeitungen aufgegriffen und weiter angeheizt. So entsteht ein Kreislauf des Boulevard Journalismus der sich damit durch alle bekannten Medien Formen zieht. Dieser Journalismus wird immer beliebter.
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